Mehrere Baustellen? Dann reicht ein halber Tag nicht.
Wenn mehrere Abläufe gleichzeitig zäh laufen, kann dir niemand aus dem Bauch sagen, wo du anfangen sollst – du selbst am wenigsten. Ich rede mit den Leuten, die die Arbeit tun, rechne jede Baustelle einzeln durch und lege dir eine Reihenfolge hin. Das dauert Tage, nicht Stunden.
Der Befund zeigt drei Baustellen. Und jetzt?
Die Diagnose ist ein halber Tag bei dir im Betrieb. Das reicht für einen Ablauf, den du selbst überblickst – am Ende steht ein Befund, und du weißt, was zu tun ist. Es reicht nicht, wenn Angebote, Disposition und Lager gleichzeitig hängen und in jedem Bereich andere Leute arbeiten.
Dann sagt dir der Befund vor allem eines: dass es mehr als eine Baustelle ist – und dass ich nicht raten will, welche davon die teuerste ist. Genau dafür gibt es die Erhebung. Ich gehe in die betroffenen Bereiche, rede mit den Mitarbeitern, die die Arbeit tatsächlich machen, und rechne jede Baustelle für sich durch.
Was danach dasteht, ist keine Strategie und kein Angebot. Es ist eine Reihenfolge – begründet, mit Zahlen daneben, und mit den Punkten, von denen ich dir ausdrücklich abrate.
Davor steht die Diagnose
Ich frage die Leute, die es tun. Nicht die, die es erklären können.
Jeden Ablauf gibt es dreimal: wie er vorgeschrieben ist, wie er beschrieben wird – und wie er tatsächlich gemacht wird. Die Lücke zwischen den letzten beiden ist das, was Zeit kostet. Und die sieht nur, wer danebensteht.
Deshalb frage ich niemanden nach seinen Problemen. Wer nach Problemen fragt, bekommt Klagen, Politik und Dinge, die keiner ändern kann. Ich lasse mir drei Abläufe beschreiben – erst, wie man sie einem Neuen erklären würde, dann, wie sie wirklich laufen – und sehe anschließend zu. Der Zeitfresser fällt aus der Differenz heraus, statt behauptet zu werden. Das schützt auch deine Leute: Niemand muss jemanden beschuldigen.
An jeder Abweichung kommen vier Fragen: seit wann machst du es so, was passiert, wenn du es nach Vorschrift machst, wie oft, und wie lange jedes Mal. Die letzten beiden sind die wichtigsten – sie machen aus einem Ärgernis eine Zahl.
Je betroffenem Bereich rede ich mit mindestens zwei Personen. Beschreiben zwei denselben Ablauf unterschiedlich, ist das kein Widerspruch, sondern ein Fund: eine Übergabe, die nicht geklärt ist. Von innen sieht die niemand, weil auf beiden Seiten alle glauben, sie sei geklärt.
Du bekommst den Befund, nicht die Protokolle
Ein Befund je Baustelle
Nicht einer pro Kunde – nur getrennt lassen sie sich gegeneinander stellen. Jeder enthält den Satz, mit dem ihr gekommen seid, und daneben das, was messbar dahintersteckt: Ursache, Häufigkeit, Dauer, Kosten im Jahr. Was ich nur vermute, steht als Vermutung drin.
Die Prioritätenkarte
Nutzen gegen Aufwand, beides gerechnet statt geschätzt: Häufigkeit mal Dauer aufs Jahr auf der einen Achse, Tage mal 960 € auf der anderen. Sie zeigt regelmäßig auf etwas anderes als das, was im Betrieb am lautesten ist.
Die drei Filter
Danach, in dieser Reihenfolge: Geht es fachlich – mein Feld oder das eines Partners? Verträgt der Betrieb es jetzt? Und was entscheidest du tatsächlich? Was übrig bleibt, ist die Empfehlung. Hier endet die Erhebung – gebaut wird noch nichts.
Sechs Schritte – und die Tageszahl steht vor dem Antrag
15 Minuten Kennenlernen
Kostenlos. Wir klären, ob dein Thema zu mir passt und ob es nach einem Ablauf oder nach mehreren Bereichen aussieht. Was hier nicht passiert: dass ich dir schon sage, was du machen sollst.
Die Diagnose
Ein oder zwei Termine bei dir, danach der schriftliche Befund. Erst er macht aus „da läuft einiges zäh“ einen benennbaren Beratungsgegenstand. 250 € oder 480 €, wird bei Beauftragung angerechnet.
Angebot, dann Antrag – in dieser Reihenfolge
Im Angebot steht die geschätzte Tageszahl, Vor-Ort- und Bürotage getrennt. Erst danach läuft der Förderantrag. Er muss vor Beratungsbeginn gestellt sein, und als Beginn zählt bereits der Vertragsschluss.
Die Gespräche im Betrieb
Mindestens zwei Personen je betroffenem Bereich, nach festem Bogen. Zu Beginn jedes Gesprächs sage ich, was mit den Antworten passiert – ohne das bekomme ich die Handbuch-Version statt der echten Arbeit.
Auswertung, Befunde, Karte
Die Bürotage. Je Baustelle ein Befund, daraus die Prioritätenkarte, daraus die Empfehlung, welche Punkte tatsächlich angefasst werden – und welche nicht.
Die Besprechung – du darfst widersprechen
Du kennst deinen Betrieb, ich habe ihn ein paar Tage gesehen. Wo ich danebenliege, sag es. Was danach noch steht, gilt – und erst dann reden wir darüber, ob etwas gebaut wird.
960 € je Beratungstag. Auch die, an denen ich nicht bei dir bin.
Ein Beratungstag ist ein Arbeitstag, egal wo er stattfindet. Die Gespräche bei dir im Betrieb sind Tage. Das Auswerten, das Schreiben der Befunde, das Rechnen für die Karte sind auch Tage. Sie werden separat gezählt und nicht in die Vor-Ort-Termine hineingerechnet – das wäre gerechnet, als würde die Arbeit im Auto passieren.
Ein üblicher Zuschnitt: 3 Tage vor Ort und 4 Tage Auswertung – zusammen 7 Tage, also 6.720 €. Diese Zahl sage ich dir, bevor irgendein Antrag läuft, nicht hinterher. Wer „bis 80 % gefördert“ gehört hat und dann einen vierstelligen Eigenanteil vor sich sieht, hat recht, sich zu ärgern.
Auch der Fördergeber rechnet in Beratungstagen, unabhängig vom Ort. Die Tageszahl – vor Ort plus Büro – gehört deshalb ins Angebot, und da steht sie.
Erst der Umfang, dann das Programm
Welcher Fall bist du? Das entscheidet sich vor dem Antrag.
Ein Ablauf, den du selbst überblickst
- ✓ 1.920 € bis 2.880 € Honorar
- ✓ Ein Standort, ein Ansprechpartner – oft du selbst
- ✓ BAFA: den Antrag stellst du selbst, vor Beratungsbeginn
- ✓ Förderfähig bis 3.500 €, in Dresden 80 %, Region Leipzig 50 %
- ✓ Bei 3 Tagen und 80 %: rund 576 € Eigenanteil
Mehrere Bereiche oder Ansprechpartner
- ✓ 3.840 € (4 Tage) bis 9.600 € (10 Tage) Honorar
- ✓ Gespräche mit mehreren Mitarbeitern je Bereich
- ✓ RKW Sachsen: erste Anlaufstelle ist das RKW, nicht ich
- ✓ Das RKW prüft die Förderfähigkeit und stellt den Antrag
- ✓ Wie hoch der Zuschuss ausfällt, rechnet das RKW
Die Grenze ist keine Preisfrage, sondern eine Sortierung: Bei 960 € je Tag ist der BAFA-Deckel von 3.500 € nach knapp vier Tagen erreicht. Wer mehr braucht, weil mehrere Mitarbeiter zu befragen sind, war nie ein BAFA-Fall – das ist von Anfang an ein RKW-Fall. Beim BAFA zählen Reisekosten in die 3.500 € hinein, nicht daneben, und du zahlst zunächst voll: Der Zuschuss kommt nach Nachweis. Mehr zur geförderten Beratung. Alle Preise zzgl. MwSt.
Häufige Fragen
Warum reicht die Diagnose nicht, wenn ich mehrere Baustellen habe?
Müssen meine Mitarbeiter fürchten, dass sie sich wegrationalisieren?
Ich möchte nicht, dass du mit meinen Leuten redest.
Ist die Erhebung förderfähig?
Wie viele Tage werden es bei mir?
Ich bin allein im Betrieb. Dann gibt es doch nichts zu erheben?
Baust du im Anschluss gleich mit?
Und wenn herauskommt, dass sich nichts davon lohnt?
Sag mir, was gerade alles zäh läuft.
15 Minuten, kostenlos. Wir klären, ob dein Thema zu mir passt und ob es nach einer Diagnose oder gleich nach mehreren Bereichen aussieht. Was in 15 Minuten nicht passiert: dass ich dir sage, was du machen sollst. Das könnte niemand seriös.